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    Von links nach rechts: Stephanie Hennen, Prof. Dr. Evi Kostenis (Institut für Pharmazeutische Biologie), Svenja Schulze (Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW), Prof. Dr. Christa E. Müller (Pharmazeutisches Institut), Prof. Dr. Fohrmann (Rektor der Universität Bonn). Foto: Provendis GmbH
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Von links nach rechts: Stephanie Hennen, Prof. Dr. Evi Kostenis (Institut für Pharmazeutische Biologie), Svenja Schulze (Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW), Prof. Dr. Christa E. Müller (Pharmazeutisches Institut), Prof. Dr. Fohrmann (Rektor der Universität Bonn). Foto: Provendis GmbH
 
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Datum: 15.01.2013

Erfindungen für die Zukunft Bonner Forscher beim Hochschulwettbewerb ZukunftErfindenNRW prämiert

Ein Team von Pharmaforschern der Universität Bonn um Prof. Dr. Evi Kostenis vom Institut für Pharmazeutische Biologie und Prorektorin Prof. Dr. Christa E. Müller ist jetzt im Rahmen des Hochschulwettbewerbs „ ZukunftErfindenNRW“ von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze ausgezeichnet worden. Sie haben einen innovativen Ansatz gefunden, um neuartige Arzneistoffen zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) zu entwickeln. Der Wettbewerb zeichnet Hochschulerfindungen aus, die ein hohes Marktpotenzial für die Praxis aufweisen. Das Bonner Team erhielt den mit 8.000 Euro für Forschungszwecke dotierten 3. Preis des Wettbewerbs.

Dem Forscherteam gehören neben den beiden Professorinnen auch Dr. Rhalid Akkari, Dr. Younis Baqi, Stephanie Hennen, Lucas Peters, Dr. Kirsten Ritter und Andreas Spinrath an.

MS ist eine chronische, entzündliche und bisher nicht heilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der die Erregungsleitung der Nervenzellen gestört ist. Die Erregungsleitung erfolgt über die Fortsätze der Nervenzellen, die von einer schützenden Hülle aus Myelin, der so genannten Nervenscheide, umgeben sind. Bei der Multiplen Sklerose zerstören Autoimmunprozesse, also gegen Bestandteile des eigenen Körpers gerichtete Abwehrreaktionen des Immunsystems, die Nervenscheiden. Bisher gibt es keine Therapie, die die Zerstörung der Nervenscheiden dauerhaft aufhalten oder gar eine Regeneration ermöglichen könnte.

Den Forschern an der Universität Bonn ist es nun gelungen, einen ganz neuen und viel versprechenden Ansatz zu realisieren: Inaktive Vorläufer der Oligodendrozyten sollen dazu gebracht werden, sich zu reifen Zellen weiterzuentwickeln, um dann wieder Myelin, den Baustoff der Nervenscheiden, zu bilden. Forschungsarbeiten der Bonner Forscher geben Anlass zu der Hoffnung, dass so die Nervenscheiden erhalten oder sogar bereits geschädigte wieder aufgebaut werden könnten. Um die Weiterentwicklung der Vorläuferzellen anzuregen, müssen bestimmte Empfängereiweiße, im Fachjargon „GPR17“ genannt, auf ihrer Oberfläche moduliert werden. Genau solche spezifischen Modulatoren wurden von den Bonner Forschern identifiziert und werden nun weiterentwickelt zu neuartigen Arzneistoffen zur Behandlung der multiplen Sklerose.

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