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Datum: 26.11.2012

Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Bonn Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Vorhaben in der Mathematik mit sechs Millionen Euro

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab Januar einen neuen Sonderforschungsbereich „Die Mathematik der emergenten Effekte“ (SFB 1060). In den nächsten vier Jahren werden hierfür rund sechs Millionen Euro bereitgestellt. Sprecher ist Prof. Dr. Stefan Müller vom Hausdorff Zentrum für Mathematik der Universität Bonn.

Die am SFB „Die Mathematik der emergenten Effekte“ beteiligten Wissenschaftler wollen verstehen, wie das Zusammenspiel vieler Einheiten auf einer kleinen Skala zum Auftreten neuer Effekte auf einer großen Skala führt. Dazu sollen neue mathematische Konzepte sowie Methoden entwickelt und in konkreten Beispielen angewendet werden. Im SFB werden dabei drei Schwerpunkte gesetzt: Die Analyse des kollektiven Verhaltens von Vielteilchensystemen sowohl in der Quanten- als auch in der klassischen Mechanik, die Untersuchung stochastischer Systeme und das durch sie beschriebene effektive Verhalten auf größeren räumlichen und zeitlichen Skalen, sowie in einem dritten Bereich das Verständnis der diesen hochdimensionalen Problemen zugrundeliegenden geometrischen Strukturen und die Entwicklung effizienter numerischer Algorithmen. Anwendungen reichen von der virtuellen Materialentwicklung über das Wachstum von Kristalloberflächen und die Selbstorganisation biologischer Zellverbände bis zur Bildverarbeitung. Dabei verschafft die enge Verknüpfung von Analysis, Wahrscheinlichkeitstheorie und Numerik dem SFB in diesem international sehr aktiven Forschungsfeld einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Der SFB erhöht die internationale Strahlkraft der Bonner Mathematik

„Der SFB 1060 und das Hausdorff Zentrum für Mathematik, das im Rahmen der Exzellenzinitiative geschaffen wurde, ergänzen sich hervorragend“, sagt der Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs, Prof. Dr. Stefan Müller. Durch die Ressourcen und die Sichtbarkeit des Hausdorff Zentrums konnten Wissenschaftler von international herausragenden Einrichtungen wie Cambridge, Oxford und der Max-Planck-Gesellschaft gewonnen werden, und diese spielen jetzt eine tragende Rolle im SFB 1060. „Der neue SFB bündelt unsere Kräfte und erhöht die internationale Strahlkraft der Bonner Mathematik weiter“, ergänzt Prof. Müller. Er bietet insbesondere auch Nachwuchswissenschaftlern hervorragende Möglichkeiten, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten und sich einen Namen zu machen. Der SFB 1060 ist insgesamt der fünfte SFB in der Bonner Mathematik, hinzu kommt ein laufender Transregio/SFB in Kooperation mit Mainz und Essen. Die Universität Bonn nimmt hiermit in der Mathematik eine Spitzenstellung in Deutschland ein.

59 Wissenschaftler sind am neuen SFB beteiligt

Der SFB wird getragen von dem Institut für Angewandte Mathematik, dem Institut für Numerische Simulation und dem Mathematischen Institut der Universität Bonn. Die Fördersumme für die nächsten vier Jahre beträgt rund sechs Millionen Euro. Insgesamt sind 59 Wissenschaftler an dem Sonderforschungsbereich beteiligt, davon 15 Professoren. Die Promovierenden, die im Rahmen des SFB 1060 gefördert werden, profitieren von dem vielfältigen Angebot der internationalen Graduiertenschule BIGS, die 2001 gegründet wurde und seit 2006 Teil des Hausdorff Zentrums ist.

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Müller
Institut für Angewandte Mathematik
Tel. 0228/7362253
stefan.mueller@hcm.uni-bonn.de
http://www.hcm.uni-bonn.de/homepages/prof-dr-stefan-mueller/

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  • Prof. Dr. Stefan Müller
    Prof. Dr. Stefan Müller
    vom Hausdorff Zentrum für Mathematik der Universität Bonn ist Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs "Die Mathematik der emergenten Effekte" (SFB 1060). (c) Foto: HCM/Uni Bonn
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Prof. Dr. Stefan Müller
vom Hausdorff Zentrum für Mathematik der Universität Bonn ist Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs "Die Mathematik der emergenten Effekte" (SFB 1060). (c) Foto: HCM/Uni Bonn