Freund Kieselstein Sonderausstellung im Mineralogischen Museum Bonn
Das Mineralogische Museum zeigt ab dem 16. Dezember 2012 eine Sonderausstellung über Kieselsteine: Unter dem Titel „Mein Freund der Kieselstein – Botschafter aus Jahrmillionen“, wird ein Konzept der Museumsleiterin Dr. Renate Schumacher in Zusammenarbeit mit dem Münchner Museum „Reich der Kristalle“ umgesetzt.
Mit dem Kieselstein verbinden sich kindliche Erfahrung und
Urlaubserinnerung ebenso wie moderne Geowissenschaften. So wie Kinder Formen
und Gestalten ihrer Phantasie im Kieselstein erkennen, vermittelt er als
geologischer Botschafter Informationen zu geologischen Prozessen, zur Eiszeit
oder zu globalen Klimaänderungen. Kieselsteine sind Gesteinsbruchstücke und
werden von Bächen und Flüssen oder in der Meeresbrandung transportiert. Auf
ihrer Reise reiben einzelne Steine aneinander und werden abgerundet, bis
schließlich ein Kieselstein entstanden ist, im Fachjargon als Kies oder Geröll
bezeichnet.
Gerade der Bonner Raum befindet sich auf mächtigen
Kiesablagerungen, die der Rhein in den letzten Eiszeiten abgelagert hat. Ein
Spaziergang bei Niedrigwasser zeigt Kieselstein-Schätze vieler Millionen Jahre
aus dem Siebengebirge, aus dem Nahegebiet, auch aus dem Odenwald, dem
Schwarzwald und sogar aus den Alpen.
Die neue Sonderausstellung des Bonner Mineralogischen
Museums veranschaulicht Themen von der Geologie über den Schmuck bis zur
Ökonomie mit seltenen Objekten aus Rhein und Isar, aus dem Norden Deutschlands
sowie auch aus Namibia und Island. Ohne Kies gäbe es keinen Beton oder Asphalt,
deshalb auch keine Straßen, modernen Gebäude oder Flachdächer.
Das Mineralogische Museum der Universität Bonn im
Poppelsdorfer Schloss zeigt die Sonderausstellung vom 16. Dezember 2012 bis zum
13. Oktober 2013. Weitere Information, auch zu Öffnungszeiten und Führungen:
www.steinmann.uni-bonn.de/museen/mineralogisches-museum
Ansprechpartner:
Dr. Renate Schumacher,
Mineralogisches Museum
