Bilanz der Grippe-Saison 2009/2010
Zum Ende der Grippe-Saison 2009 /2010 zieht der Betriebsarzt eine positive Bilanz. „Abgesehen von wenigen schweren und sehr wenigen lebensbedrohlichen Verläufen ist die ‚Schweinegrippe’ unerwartet milde verlaufen“, sagt Dr. Leo Packbier. Inzwischen stagniere die Zahl der nachgewiesenen H1N1-Viruserkrankungen auf niedrigem Niveau. „Der milde Verlauf war nicht vorherzusehen und muss letztlich als glücklich angesehen werden“, betont der Mediziner. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehe keine Veranlassung mehr, sich noch gegen die ‚Neue Grippe’ noch impfen zu lassen. Zur nächsten Grippesaison werde ein neuer Impfstoff zur Verfügung stehen, der neben dem aktuellen H1N1-Virus noch zwei weitere Viren abdeckt. Dr. Packbier betont: „Dieser Impfstoff wird frei von Adjuvantien sein und somit eine bessere Verträglichkeit aufweisen, als der aktuelle H1N1-Impfstoff.“
Hinweise zur Neuen Grippe
Die "Neue Grippe" (auch: "Schweinegrippe", A/H1N1) ist eine Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Mitte August 2009 gab es laut Robert Koch-Institut insgesamt rund 12.500 registrierte Fälle in Deutschland. Hauptsächlich durch Reiserückkehrer ist diese Zahl in den vergangenen Tagen angestiegen. Bislang sind die Erkrankungen in Deutschland in der Regel mild verlaufen.
Die Universität Bonn beobachtete die Entwicklung aufmerksam und wies ihre Mitglieder angesichts der Verbreitung der Neuen Grippe auf grundlegende Maßnahmen hin, die sie und ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung schützen könnten.
Maßnahmen
Zwar verläuft die überwiegende Zahl der Erkrankungen bislang ohne schwerwiegende Komplikationen, jedoch führt die schnelle Verbreitung des Virus zur Besorgnis – und auch eine Einrichtung wie unsere Universität muss
geeignete Massnahmen vorsehen, um dieser Situation angemessen zu begegnen. Dabei kann jeder Einzelne von uns eine Menge tun, um die weitere Verbreitung des Virus zu erschweren und das eigene Risiko, zu erkranken, aktiv zu reduzieren. Zentral ist dabei insbesondere die Beachtung elementarer Hygiene-Regeln.
![]()
![]()
Zur Vorbeugung empfiehlt etwa Professor Prof. Dr. Martin Exner vom Hygiene-Institut des Universitätsklinikums: "Waschen Sie sich regelmäßig und häufig die Hände." Wenn man sich in der Öffentlichkeit und öffentlichen Verkehrsmitteln bewege, sei es zudem empfehlenswert die Hände regelmäßig mit alkoholischem Händedesinfektionsmittel aus der Apotheke zu behandeln. Denn bei einer Virusgrippe scheiden Infizierte noch vor dem Auftreten erster Symptome Krankheitserreger aus – auch, wenn sie sich noch gesund fühlen. Deshalb sollte nicht in die Hände gehustet und geniest werden – dadurch besteht hohe Weiterverbreitungsgefahr bei späterem Händeschütteln –, sondern in Oberarm oder Ellenbeuge. "Benutzen Sie Papiertaschentücher, und werfen Sie diese nach der ersten Benutzung sofort in den Müll", rät Professor Exner.
Ansprechpartner für Rückfragen
Abteilung 4.2 – Arbeits- und Umweltschutz
Dipl.-Ing. Anja Jubelius
Tel.: 0228/73-5992
Fax: 0228/73-3319
e-Mail: a.jubelius@uni-bonn.de
Betriebsärztlicher Dienst
Dr. Leo Packbier
Tel.: 0228-287-16176,-16934
Fax: 0228-287-16965
e-Mail: betriebsarzt@uni-bonn.de
Links zu weiteren Informationen
- Aktion "Wir gegen Viren"
- Antworten auf häufig gestellte Fragen (Robert Koch-Institut)
- Neue Grippe und Pandemierisiko (Robert Koch-Institut)
- Task force am UKB
- Informationen der Stadt Bonn
Video-Podcast
Quarks & Co: 01.09.2009, Die Schweinegrippe - Wie gefährlich ist sie wirklich?
Ranga Yogeshwar und der Virologe Prof. Alexander Kekulé beantworten Fragen zum Thema Neue Grippe.

