Ein Schloss voller Gold
Rheingold-Dukat mit Stadtansicht von Mannheim aus dem Jahre 1767; im Vordergrund sind vier Goldwäscher zu sehen Foto: Dr. Thomas Tütken, Universität Bonn
Wozu benutzen wir Gold in der heutigen Zeit? Auf diese und andere Fragen zur Herkunft und Verkommen von Gold ging Dr. Renate Schumacher am Freitag bei ihrer Führung durch das Mineralogische Museum ein. Ich wollte verschiedene Einrichtungen der Uni genauer kennen lernen, daher nahm ich an einer Führung durch die Ausstellung „Goldrausch“ teil, die von Studenten der Uni Bonn mit entwickelt wurde.
Gold verwenden die Menschen in der heutigen Zeit nicht nur als Geldanlage, sondern wenden es auch in der Medizin an (z.B. als Zahnfüllung) und tragen es als Schmuckstück.
Wie der Name schon vermuten lässt, ging Dr. Schumacher sehr viel auf verschiedene Goldräusche in der Geschichte ein. Dabei denkt man in erster Linie an die Pionierzeit im Wilden Westen Amerikas. Auch in Deutschland gab es mal einen, nämlich in Hessen. Im Jahre 1877 kam es in Hungen nahe Gießen zu einem vergleichsweise relativ kleinen Goldrausch.
An verschiedenen Ausstellungsstücken zeigte uns Dr. Schumacher dann die unterschiedlichen Formen, in denen Gold vorliegen kann. Da die teuren Ausstellungsstücke meist von anderen Museen oder privaten Sammlern geliehen wurden, sind hohe Sicherheitsvorkehrungen von Nöten. Die gesamte Ausstellung ist videoüberwacht und die Angestellten schließen jeden Abend den Tresor mit den wertvollsten Ausstellungsstücken ab.
Die Ausstellung ist sehr zu empfehlen, weil sie auch die noch nicht bekannten Seiten von Gold darstellt. Mittwochs und freitags ist die Ausstellung von 15-17 Uhr geöffnet, sonntags von 10-17 Uhr. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite des Museums.
