Kirche in der Krise

Die Kirche befindet sich in einer Krise. Das sagt Nikolaus Schneider, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland. Am 5. April 2011 hielt er einen einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion zu diesem Thema.

Ich nahm zusammen mit einem Kamerateam von Uni-Bonn TV an der Veranstaltung teil. Ministerpräsident a. D. Dr. Jürgen Rüttgers war ebenfalls anwesend. Die Veranstaltung fand im Rahmen der von ihm geleiteten Vorlesungsreihe „Die Herausforderungen der Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland. Zur Krise der Institutionen“ statt.

Im Festsaal der Uni Bonn fanden sich etwa 50 Leute ein. Ich hatte mir den Saal größer und eindrucksvoller vorgestellt, immerhin kamen zwei prominente Gäste und der Name „Festsaal“ versprach doch einiges mehr. Nachdem also Dr. Rüttgers eine kurze Einführung in das Thema gegeben hatte, trat Präses Nikolaus Schneider ans Rednerpult. Er nannte Gründe für diese Krise: Als Hauptgrund sah Schneider den demographischen Wandel, also, dass es immer mehr alte Leute gibt und immer weniger Kinder geboren werden.

Vortrag Rüttgers VL_04.jpgIn der anschließenden Diskussion widersprachen allerdings einige Zuschauer dieser Ansicht. Deren Meinung war es, die Kirche hätte an Attraktivität verloren, gerade für die Jugendlichen. Sie warfen dem Präses sogar vor, er wolle die Krise nur schönreden. Diesen Eindruck hatte auch ich ein wenig, gerade als Präses Schneider die Krise als natürlichen und teilweise positiven Abschnitt in dem langen Bestehen der Institution Kirche einstufte. Durch den Mitgliederschwund sei die Kirche nämlich zu Veränderungen gezwungen.

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Das Kamerateam von Uni Bonn-TV

 

Er nannte aber auch Wege, mithilfe derer man sich aus dieser Krise befreien kann. Dabei handelte es sich aber nicht um klare Maßnahmen und Ziele, die die Kirche verfolgen will, vielmehr rief Präses Schneider zu Zusammenhalt und Einheit auf, um sich aus der Krise zu befreien.