FOR 1254
| DFG Forschergruppe 1254 "Magnetisation of Interstellar and Intergalactic Media: The Prospects of Low-Frequency Radio Observations" |
| Projektsprecher |
| Prof. Dr. Ulrich Klein Argelander Institut für Astronomie Abteilung Radioastronomie Auf dem Hügel 71, D-53121 Bonn Tel.: 0228-73-3674 uklein@astro.uni-bonn.de Vize-Sprecher Dr. Rainer Beck Max-Planck-Institut für Radioastronomie Auf dem Hügel 69 53121 Bonn Tel.: 0228-525323 rbeck@mpifr-bonn.mpg.de |
| Allgemeine Zusammenfassung der Aufgaben und Ziele |
| Sowohl das Gas zwischen den Sternen einer Galaxie als auch das Medium zwischen den Galaxien sind magnetisiert. Bis heute weiß niemand, wie diese Magnetfelder entstanden sind und welche Wirkung sie auf die Entwicklung von Galaxien haben. Die Forschergruppe möchte die Frage beantworten, wie die Magnetfelder
im Universum entstanden sind und welche Wirkung sie auf die Entwicklung
von Galaxien haben. Als Werkzeug wollen die Wissenschaftler das europäische Radioteleskop LOFAR nutzen. LOFAR (das Kürzel steht für LOw Frequency ARray) ist gewissermaßen das erste digitale Teleskop der Welt. Klassische Radioteleskope sammeln - ebenso wie die meisten optischen Teleskope - Strahlung mit parabolförmigen Spiegeln. Computergesteuerte Motoren bewegen das Teleskop dazu entlang der scheinbaren Bahn einer Quelle am Himmel. LOFAR benötigt dagegen keine beweglichen Teile und Motoren mehr. Das "Teleskop" besteht aus einer großen Zahl von Antennen, die fest am Boden montiert sind. Diese Antennen sind über ganz Europa verteilt, mit dem Zentrum im Osten der Niederlande. Ein zentraler Supercomputer in Groningen kombiniert ihre Signale. LOFAR soll die so genannte Synchroton-Strahlung von Elektronen nachweisen, die sich nahezu lichtschnell auf engen Kreisbahnen in Magnetfeldern bewegen. Ihre Energie beziehen diese Elektronen aus Stoßwellen, die bei Supernova-Explosionen oder auch bei der Kollision von Galaxien oder gar Galaxienhaufen entstehen. Die Synchroton-Strahlung ist somit der Schlüssel für die Messung kosmischer Magnetfelder. Die Wissenschaftler wollen auch Computersimulationen entwickeln, die ihnen helfen, ihre Messergebnisse zu interpretieren. Ziel ist es, die Entstehung und Struktur der Magnetfelder sowie ihre mögliche Rolle in Galaxien und Galaxienhaufen auf eine theoretische Basis zu stellen. An dem Forschungsverbund beteiligt sind neben der Universität Bonn die Universitäten Bochum, Bremen, die LMU München, das Astrophysikalische Institut Potsdam, die Thüringer Landessternwarte Tautenburg sowie die Max-Planck-Institute für Astrophysik in Garching und für Radioastronomie in Bonn. |
| Beteiligte Projekte |
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| Laufzeit |
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