Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses
Die Universität Bonn bereitet Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen in ihren Bachelor- und Master-Studiengängen vor. Basis für die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses ist eine universitätsweite Erhebung.
- Im Zuge des sogenannten Bologna-Prozesses haben die Staaten der Europäischen Union vor einem Jahrzehnt damit begonnen, ihre Studienangebote zu vereinheitlichen mit dem Ziel, einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Inzwischen haben mit wenigen Ausnahmen die neuen, gestuften Studiengänge, die zu den Abschlüssen Bachelor und Master führen, die bisherigen Studienprogramme ersetzt.
Wie immer, wenn etwas neu eingeführt wird, haben sich auch im Bologna-Prozess unvorhergesehene und unerwünschte Entwicklungen ergeben, die Anlass zu Kritik waren. Gleichzeitig bemühen sich Universität und Fakultäten seit der Einführung der neuen Studiengänge, die Lehrangebote kontinuierlich zu evaluieren und auf der Grundlage der Ergebnisse zu verbessern.
Universitätsweite Befragung
Vor kurzem hat das Rektorat einen Prozess auf Fakultätsebene angeregt, bei dem alle Studiengänge und Prüfungsordnungen auf den Prüfstand gestellt wurden. Mit dem Ziel, Ursachen für mögliche Schwächen in den modularisierten Studiengängen zu identifizieren und zu beheben, wurden Leitfragen erarbeitet, die für jeden Studiengang beantwortet werden mussten. Unter anderem geht es dabei um Modulgrößen, Arbeitsbelastung („Workload“), Anwesenheitspflichten, Prüfungen und Praxisbezug. Auch die Struktur der Bachelor-Studiengänge, die Betreuung der Studierenden und der Übergang zum Master sind Gegenstand der Erhebung.
