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Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft/Deutsch (Lehramt)

Informationen der Zentralen Studienberatung

 

Das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft hat sich als ein Verbund aus den Fächern Germanistik, Skandinavistik, Komparatistik und Volkskunde konstituiert. Damit sollen einerseits historisch gewachsene Fachtraditionen und -identitäten gewahrt bleiben, andererseits soll die Möglichkeit geboten werden, fachübergreifende Gegenstandsbereiche, Fragestellungen, Methoden und Themen mit Hilfe einer Vernetzung unterschiedlicher Zugriffsweisen in Forschung und Lehre neu zu perspektivieren. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Sprache, Literatur und Kultur des deutschen bzw. skandinavischen Raumes und in einer vergleichenden, meist europäischen literatur- und kulturgeschichtlichen Perspektive. Medienwissenschaftliche Fragestellungen sind systematisch integriert. Auf dieser Grundlage bietet das Institut eine Reihe unterschiedlicher Studiengänge und unterschiedlicher Studiengangskonzepte an.

Dabei zielt das Bachelor-Studium generell auf den Erwerb von linguistischem, literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichem Grundlagen- und Methodenwissen; zugleich soll es die Absolventen befähigen, dieses Wissen berufsfeldspezifisch anzuwenden. Insbesondere sollen kommunikative, kulturelle und mediale Schlüsselqualifikationen für verschiedene Berufsfelder ausgebildet werden.

Kernfachstudierende der Germanistik, Vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft wählen, entsprechend ihrer persönlichen Interessen, ein bestimmtes Studienprofil. Dabei stehen folgende Profile zur Auswahl:

        • Profil Germanistik
        • Profil Komparatistik
        • Profil Skandinavistik


Angeboten wird auch das Lehramtsfach Deutsch für Gymnasien und Gesamtschulen. Hier findet keine Profilwahl statt. Die Studieninhalte entsprechen in weiten Teilen dem Profil Germanistik.

Das Institut ist außerdem an den B.A.-Studiengängen Deutsch-Italienische Studien , Deutsch-Französische Studien  sowie Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (Begleitfach) und dem Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweit- und Fremdsprache beteiligt. Zu diesen Studiengängen liegen gesonderte Informationsbroschüren vor.

 

Studieninhalte

Germanistik
Gegenstand der Bonner Germanistik sind die germanistische Linguistik, die germanistische Mediävistik und die neuere deutsche Literaturwissenschaft.
Die germanistische Linguistik bzw. deutsche Sprachwissenschaft beschäftigt sich mit der Erforschung der deutschen Sprache der Gegenwart und ihrer Geschichte. Im Zentrum steht dabei zum einen das sprachliche System des Deutschen (in Kontrast zu anderen Einzelsprachen), zum anderen der unterschiedliche Gebrauch, den die Sprachteilhaber/innen unter jeweils anderen Umständen von ihrer Sprache machen.
Die germanistische Mediävistik beschäftigt sich mit der deutschen Literatur des Mittelalters; der sprachlichen Erscheinungsform der Texte, ihrer Überlieferung in (zum Teil illustrierten) Handschriften und Drucken, ihrer Geschichte, ihren unterschiedlichen Gattungen, ihren Themen, Motiven und Topoi, ihren Strukturierungsformen, ihren Erzähl- und Redeweisen, ihrer Einbettung in die verschiedensten Diskurse und kulturellen Praktiken, ihrer Partizipation an unterschiedlichen Traditionen, ihren Bezügen zu anderen Literaturen, ihrer Rezeption bis in die Gegenwart – und vielem mehr.
Zum Kernbestand der neueren deutschen Literaturwissenschaft gehört die Analyse und Erforschung der deutschen Literatur und ihrer Geschichte vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Allerdings dokumentieren Lehre und Forschung in diesem Bereich auch den Wandel, den das Fach seit etwa drei Jahrzehnten aktiv betreibt. Von einer im engeren Sinne philologischen Disziplin hat sie sich zu einem Fach gewandelt, das zunehmend kulturwissenschaftlich ausgerichtet ist, sich auch medienwissenschaftlichen Fragen öffnet und interdisziplinär arbeitet.

Komparatistik/Vergleichende Literaturwissenschaft
Die Bonner Komparatistik verfolgt eine doppelte Grundsatzorientierung in Lehre und Forschung: Zum einen das Studium bzw. die Erforschung der Weltliteratur in ihren Formen, Inhalten und Wechselbeziehungen. Zum anderen das Studium bzw. die Erforschung einer (über die Literatur im Medium des Buches hinausgehenden) intermedial verorteten Komparatistik, in der „alte“ (Theater, Literatur), „neuere“ (Photografie, Rundfunk, Film, Fernsehen, Video) und „neueste“ (Multimedia-) Medien systematisch aufeinander bezogen werden.

Skandinavistik
Die Skandinavistik beschäftigt sich mit den Literaturen und Kulturen der skandinavischen Länder vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Schwerpunkte des Faches liegen auf der mittelalterlichen Literatur- und Kulturwissenschaft und der neueren skandinavischen Literaturwissenschaft sowie auf der Vermittlung von Sprachkenntnissen in den jeweiligen Landessprachen (Dänisch, Schwedisch, Norwegisch und Isländisch). Ergänzend werden auch Kurse im Finnischen angeboten. Das Fach verfolgt eine komparatistische Perspektive, die den gesamten skandinavischen Raum in den Blick nimmt. Ziel ist es, die (sozio)-kulturellen Entwicklungen und Prozesse in den skandinavischen Ländern nachzuvollziehen und insbesondere den deutsch-skandinavischen Kulturtransfer in historischer und aktueller Perspektive zu verfolgen. Dabei geht es um die Vermittlung von interkultureller Kompetenz, die neben Kenntnissen der Literatur- und Kulturgeschichte sowie methodischen und fachspezifischen Kompetenzen auch die aktive Sprachfähigkeit beinhaltet.