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Medizin

Informationen der Zentralen Studienberatung

 

Die Approbationsordnung für Ärzte, die als Bundesgesetz die Ausbildung im Fach Medizin regelt, formuliert in § 1 (1) das Ausbildungsziel: 

"Die Ausbildung zum Arzt wird auf wissenschaftlicher Grundlage und praxis- und patientenbezogen durchgeführt. Sie soll

  • das Grundlagenwissen über die Körperfunktionen und die geistig-seelischen Eigenschaften des Menschen,
  • das Grundlagenwissen über die Krankheiten und den kranken Menschen,
  • die für das ärztliche Handeln erforderlichen allgemeinen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Diagnostik, Therapie, Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation,
  • praktische Erfahrungen im Umgang mit Patienten, einschließlich der fächerübergreifenden Betrachtungsweise von Krankheiten und der Fähigkeit, die Behandlung zu koordinieren,
  • die Fähigkeit zur Beachtung der gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns,
  • Grundkenntnisse der Einflüsse von Familie, Gesellschaft und Umwelt auf die Gesundheit, die Organisation des Gesundheitswesens und die Bewältigung von Krankheitsfolgen,
  • die geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens

auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes vermitteln. Die Ausbildung soll auch Gesichtspunkte ärztlicher Qualitätssicherung beinhalten und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Ärzten und mit Angehörigen anderer Berufe des Gesundheitswesens fördern. Das Erreichen dieser Ziele muss von der Universität regelmäßig und systematisch bewertet werden."

Das Studium der Medizin ist daher vom Konzept her interdisziplinär angelegt und auf die Vorbereitung der beruflichen Tätigkeit ausgerichtet. Eine Spezialisierung auf ein medizinisches Fachgebiet ist nicht vorgesehen, lediglich kleinere Akzentsetzungen sind möglich. Die fachärztliche Weiterbildung erfolgt später berufsbegleitend auf der Grundlage von Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern. 

Im ersten Teil des Studiums werden vorrangig naturwissenschaftliche Grundlagen und Arbeitsmethoden gelehrt; im Vordergrund steht die Beschäftigung mit dem Aufbau und den Funktionen des gesunden menschlichen Organismus. Ansatzweise werden auch psychologische und sozialwissenschaftliche Fragen angesprochen. Im zweiten (klinischen) Studienabschnitt sind die Erkrankungen des Menschen und die Untersuchungs- und Behandlungsmethoden Hauptgegenstand der Lehrveranstaltungen, wobei alle wichtigen Fachgebiete in Einzelkursen behandelt werden; Studienschwerpunkte werden nicht gebildet. Das letzte Jahr der Ausbildung verbringen die Studierenden ganztägig im Krankenhaus; die praktische Ausbildung erfolgt in Innerer Medizin, in Chirurgie und in einem praktisch-klinischen Wahlfach.