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Zahnmedizin
Informationen der Zentralen Studienberatung
Die Zahnmedizin befaßt sich mit der Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten auf wissenschaftlicher Grundlage; dabei werden auch die Anomalien der Zahnstellung bzw. des Fehlens von Zähnen mit einbezogen. Die Zahnheilkunde ist - verglichen mit der allgemeinen Medizin - eine junge wissenschaftliche Disziplin; bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts dominierten Bader, Barbiere und Zahnreißer mit vorwiegend handwerklicher Orientierung das Gebiet der Zahnbehandlung. Erst danach bildete sich langsam ein zahnärztlicher Stand heraus, und etwa in der Mitte des vorigen Jahrhunderts begann in Deutschland ein systematischer Universitätsunterricht. Das Promotionsrecht (Dr.med.dent.) wurde allerdings erst 1919 eingeführt.
Neben den therapeutischen Maßnahmen des Entfernens kranker Zähne, der konservierenden Behandlung und der Zahnärztlichen Prothetik haben in den letzten Jahrzehnten die Aufgaben der Vorbeugung von Zahnerkrankungen, der orthopädischen Behandlung von Fehlstellungen und der Einbeziehung von Erkrankungen des Mundes und der Kiefer eine wachsende Bedeutung erhalten. Dabei wird bei der Diagnostik und Therapie auf eine biologisch-medizinische Gesamtbetrachtung des Menschen geachtet, da die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Erkrankungen des Zahn- und Mundbereichs und Wechselwirkungen mit anderen Bereichen des Körpers berücksichtigt werden müssen. Aus diesem Grunde sind auch eine Reihe von Lehrveranstaltungen der allgemeinen Medizin fester Bestandteil des klinischen Studienabschnitts (Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Hauterkrankungen, Pharmakologie).