Geowissenschaften
Der Bachelorstudiengang Geowissenschaften geht gemeinsam mit dem darauf aufbauenden Masterstudiengang Geowissenschaften aus den bisherigen Diplomstudiengängen Geologie/Paläontologie und Mineralogie an der Universität Bonn hervor. An der Lehre ist maßgeblich das aus kleineren Instituten 2007 zusammengelegte Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie beteiligt. Hier können Sie in idealer Weise das einmalige Ambiente historischer Institutsgebäude, geowissenschaftlicher Museen und des Botanischen Gartens im zentrumsnahen Poppelsdorf verbinden mit moderner Wissenschaft sowie mit Bonner Kulturgeschichte, Freizeitvergnügen und Erholung im Grünen.
Das Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie in Bonn behandelt die Geowissenschaften als einen Teilbereich der Erdwissenschaften. Weitere Erdwissenschaften sind Geographie, Geoinformatik, Geodäsie, Meteorologie und Bodenkunde. Über die Paläontologie besteht eine wichtige Verbindung zu den Lebenswissenschaften. Geowissenschaftler erforschen die Entwicklung der Erde und des Lebens auf Basis der Naturwissenschaften und treffen Aussagen über die Entstehung geologischer Phänomene, unter anderem im Zusammenhang mit Georisiken (Erdbeben, Vulkanismus), sowie über den globalen Wandel. Das Verständnis der Prozesse steht im Vordergrund des Studiums.
Die durch das Studium und die Forschung gewonnenen Erkenntnisse finden ihre technologische und wirtschaftliche Anwendung in Bereichen wie der Rohstoffsicherung und -verarbeitung, der umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung von Materialien, sowie der Entwicklung neuer Werkstoffe und Analyseverfahren. Die angewandten Geowissenschaften finden weiterhin Verwendung in der Bauwirtschaft (z.B. Hochbau, Tiefbau, Tunnelbau), im Umweltschutz und bei der Raumplanung. Die Geowissenschaften spielen eine tragende Rolle für die Energieversorgung und die Rohstoffversorgung. Die Suche nach Trinkwasser, energieliefernden Stoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle), Erzen, Kies, Bausand, Kalk etc. und auch Kernenergierohstoffen (Uran) sowie Erdwärme wird durch Geowissenschaftler realisiert. In zunehmendem Maße werden Geowissenschaftler auch im Bereich Medien und Öffentlichkeitsarbeit gebraucht.
Das Steinmann-Institut untergliedert die Geowissenschaften in folgende Bereiche:
- Endogene Prozesse (Mineralogie, Kristallographie, Strukturgeologie, Petrologie, Geochemie)
- Exogene Prozesse (Geologie, Sedimentologie, Umweltgeologie, Hydrogeologie)
- Geodynamik und Angewandte Geophysik
- Paläontologie (Mikropaläontologie, Paläobotanik, Vertebraten- und Invertebraten-Paläontologie)
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