Katholisch-Theologische Fakultät
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Katholisch-Theologische Fakultät
13.15 Uhr, Flur der
Katholisch-Theologischen Fakultät, Am Hof 1
Wo Gott und Welt sich
begegnen – Kirchen im Stadtraum
In der
Katholisch-Theologischen Fakultät wird eine Fotoausstellung des Vereins
Ausstellungshaus für christliche Kunst München (VAH) gezeigt mit sieben
bemerkenswerten Kirchenbauten der neueren Zeit. Sie bietet Anlass, über Sinn
und Bedeutung von Sakralgebäuden im öffentlichen Raum nachzudenken. Zugleich
wird eine neue Publikation „Kirchenräume verstehen“ vorgestellt. Die These des Kurzvortrags
lautet, dass Kirchen und Sakralgebäude anderer Religionen als „Leerstellen“ in
einer zweckrational
bestimmten Welt für die gesamte Gesellschaft von hoher Bedeutung sind.
14.15 Uhr, Hörsaal IX
Priv.-Doz. Dr.
Johannes Schelhas (Antrittsvorlesung)
„Auf Penuëls Hügel“ –
Atheismus, der Gott und ein theologischer Diskurs
Der biblische Ort
Penuël, an dem Jakob Gott begegnet ist, bezeichnet allegorisch einen locus
theologicus. An diesem Ort steht die christliche Theologie, wenn sie in
ihrer Gottesrededie Offenbarung in
Jesus Christus sprachlich ausdrückt. Aktuell fordert sie hier der Atheismus
heraus, der Penuëls Hügel besser zu bewohnen verspricht. Der szientistische
Atheismus des englischen Molekularbiologen Christopher F. Higgins sticht
dadurch hervor, dass zahllose Christen dessen Grundauffassung
teilen: Gott sei mit einer an den Wissenschaften orientierten Vernunft nicht
vereinbar. Der Glaube an ihn sei Privatsache und betreffe allein das religiöse
Gefühl. Aufgabe systematischer Theologie ist es somit, diesen Atheismus am
Punkt der Aufspaltung der Wirklichkeit zu widerlegen. Dazu
muss sie bei der Gottesrede ansetzen. Dies geschieht, in dem Theologen die Unbegreiflichkeit
Gottes als seine Präsenz und Nicht-Präsenz reflektieren. Die Anwesenheit des
verborgenen Gottes lässt sich schließlich im systematischen Beispiel
verdeutlichen.
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