Sie sind hier: Startseite Studium Studium Universale Dies Academicus, 23.05.12 Landwirtschaftliche Fakultät

Landwirtschaftliche Fakultät

 
10.15 Uhr, Hörsaal IV
Dr. Boran Altincicek
(Landwirtschaftliche Zoologie und Ökologie, Antrittsvorlesung)
Molekulare Basis der Insekt-Pathogen-Interaktionen bei Schadinsekten
Blattläuse sind Pflanzenschädlinge von wichtigster agrarökonomischer Bedeutung, da sie zum Einen Nutzpflanzen wichtige Nährstoffe entziehen und zum Anderen gefährliche Pflanzenkrankheiten übertragen können. Der geschätzte wirtschaftliche Schaden durch Blattläuse beläuft sich auf Hunderte Millionen von Dollar jedes Jahr. In einem internationalen Forscherteam, das die komplette Genomsequenz der Erbsenblattlaus Acyrthosiphon pisum beschrieben und vor kurzem publiziert hat, untersuchen wir vor allem Gene, die für Immun- und Stressantworten wichtig sind. Ein genaueres Verständnis der Blattlausimmunität wird sicher helfen, Biologie und Ökologie der Blattläuse besser zu verstehen und neue Ansatzpunkte zur biologischen Bekämpfung zu erschließen.
 
11.15 Uhr, Hörsaal XVII, Regina-Pacis-Weg 5
Prof. Dr. Heiko Schoof (Crop Bioinformatics)
Das Genom der Tomate
Ein internationales Forscherteam hat das Genom der Tomate sequenziert. Damit sind die etwa 35000 Gene bekannt. Mit bioinformatischen Methoden haben wir die Funktion dieser Gene analysiert. Aus dem Vergleich mit anderen Pflanzengenomen kann man erkennen, wie im Laufe der Evolution durch Verdoppelung von Genen neue Varianten entstanden sind. Im Fall der Tomate findet man darunter Gene welche für die interessanten Besonderheiten der Tomate, insbesondere die Frucht, von Bedeutung sind.
 
12.15 Uhr, Hörsaal IV
Dr. Maurício Hunsche (Gartenbauwissenschaft)
Heißwasserbehandlung von Obst:
ein wirkungsvolles Nachernteverfahren zur Verbesserung der Produktqualität? Die Behandlung von Obst mit heißem Wasser ist ein seit längerem bekanntes physikalisches Verfahren, um die Aufrechterhaltung der Produktqualität nach der Ernte positiv zu beeinflussen. In erster Linie führt eine erfolgreiche Heißwasserbehandlung zur Minderung des mikrobiellen Infektionspotentials auf der Fruchtoberfläche und somit auch zur Reduzierung der Ausfälle durch spezifische Pilzkrankheiten. In den letzten Jahren wurde zudem die Heißwasserbehandlung gezielt eingesetzt, um den Stoffwechsel bzw.
den Reife- und Alterungsprozess durch Minderung der Aktivitätsrate von hydrolytischen Enzymen, der Fruchtrespiration und Ethylenproduktion zu verlangsamen. Zudem wurde festgestellt, dass die  Heißwasserbehandlung in vielen Fällen die häufig im Verlauf der Lagerung auftretenden, Kältestress-bedingten physiologischen Krankheiten signifikant reduzieren kann. Dabei ist die sortenspezifische Kombination von Wassertemperatur und Behandlungsdauer sowie der Einfluss von Vorerntefaktoren zu beachten. Das praxisbezogene Ergebnis einer erfolgreichen Heißwasserbehandlung ist die Vermarktung einer größeren Fruchtmenge mit höherer Qualität nach der Lagerung. Im Rahmen der Veranstaltung werden Bedeutung und Perspektiven der Heißwasserbehandlung in Bezug auf die  Pflanzenphysiologischen Aspekte unter Berücksichtigung der Anwendungsmöglichkeiten sowie der Vorteile und Risiken diskutiert.
 
14.15 Uhr, Hörsaal IV
Priv.-Doz. Dr. Sabine Ellinger
(Ernährungsphysiologie/Humanernährung, Antrittsvorlesung)
Schokolade – ein ernährungsphysiologisch sinnvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung?
Schokolade galt lange Zeit als Dickmacher und war mit einem negativen Image behaftet. Inzwischen gibt es vermehrt Hinweise, dass der Konsum von dunkler Schokolade mit einem hohen Gehalt an Flavanolen vor Herzkreislauferkrankungen schützen könnte. Der Vortrag zeigt – unter Berücksichtigung eigener Studien - die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Interventionstudien auf, in denen die Wirkung von flavanolreichen Kakaoprodukten auf Blutdruck u. a. Risikofaktoren untersucht wurde. Eine kritische
Betrachtung von Nutzen und Risiken soll die Frage beantworten, ob der Verzehr von dunkler Schokolade einen Beitrag zur Prävention von Herzkreislauferkrankungen leisten kann.
 
17.15, Hörsaal III
Nina Langen (Agrar- und Ernährungswirtschaft)
Wieso, weshalb, warum - Wenn Lebensmittel nicht gegessen werden 
Ergebnisse einer Studie für Nordrhein-Westfalen
Der Vortrag bietet einen differenzierten Einblick in die aktuelle Debatte um die Verschwendung von Nahrungsmitteln. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen dem Wegwerfen durch den einen Akteur und die Ursachen auf möglicherweise einer anderen Stufe der Wertschöpfungskette erläutert. Denn nicht immer fallen die Abfälle dort an wo sie verursacht werden. Besonderes Augenmerk wird auf die Rolle des
Verbrauchers gelegt, der scheinbar der „Hauptverursacher“ von Nahrungsmittelverschwendung ist. Dafür werden die Ergebnisse einer aktuellen Konsumentenstudie der Verbraucherzentrale NRW präsentiert. Diese bietet neue Einblicke in die derzeitige Diskussion und zeigt auf, warum die Suche nach der einen Ursache und dem einen Schuldigen das Problem nicht lösen wird.
 
17.15, Hörsaal VII
Dr. agr. habil. Nazim Gruda (Gartenbauwissenschaften)
Innovative Technologien und Zukunftsperspektiven für den Gemüsebau
Es ist nicht einfach über die Zukunft zu reden, wenn man die Vergangenheit nicht erforscht hat. Die Vergangenheit des Gemüsebaus, vor allem in den letzten Jahren, wurde sehr stark von einigen Phänomenen geprägt. Weltweit ist die Nachfrage an dem Produkt Gemüse, aufgrund von  Bevölkerungswachstum, veränderten Konsumgewohnheiten und der Bioenergiepolitik stark angestiegen. Anderseits beinhaltet die Wertschöpfungskette der gärtnerischen Produkte einige aktive Schlüsselkomponenten. In allen Gliedern dieser Kette, von der Produktion über die Verarbeitung und Vermarktung bis hin zum Konsum, sind innovative Ansätze vorstellbar. Um die Nachhaltigkeit solcher Systeme sichern zu können, sind zukünftig nicht nur die singulären Maßnahmen gefragt. Innovative
Technologien sollen weiterhin auf die komplexen Fragestellungen der gesamten Wertschöpfungskette ausgeweitet werden. Anhand einiger Beispiele solcher Technologien werden die Herausforderungen der Zukunft für den Gemüsebau erläutert: z.B. die Automatisierung und Mechanisierung der  Produktionsprozesse, Klimawandel und Energiekrise, sowie die Anforderungen des Verbrauchers.
Informationsveranstaltung der Zentralen Studienberatung

Die Zentrale Studienberatung führt in der Woche nach Pfingsten Informationsveranstaltungen für angehende Studierende des WS 2012/13 durch.

"Academicus" hilft bei der Fachwahl

Hilfe bei der Wahl des richtigen Studienfachs verspricht ein neues Angebot auf den Webseiten der Universität Bonn. Der "Studienscout Academicus" gibt - inzwischen schon in achtzehn Fächern - Orientierungshilfe bei der Studienfachwahl:

Qualitätspakt Lehre

Studierende für Umfrage gesucht


Statistisches Landesamt sucht Studierende für Umfrage zur Computer- und Internetnutzung. Weitere Infos