11.15 Uhr, Hörsaal
VII
Prof. Dr. Dr. em.
Theo R. Payk
Das „Böse“ in uns
Das „Böse“ -
Inkarnation von Untaten jeglicher Art – hat Hochjunktur. Wo kommt es her ?
Weswegen fasziniert es sogar manche Menschen ? Lässt es sich überhaupt ausrotten
? Theologie, Psychologie, Soziologie und Hirnforschung bemühen sich um
Erklärungen.
12.15 Uhr, Hörsaal
VII
Prof. Dr. Bernd Weber
(Economics and Neuroscience)
Neuroökonomie – Kann
die Hirnforschung helfen ökonomisches Entscheidungsverhalten besser zu verstehen?
Die Neuroökonomie ist
ein neues interdisziplinäres Feld welches versucht, mit Methoden der Neuro- und
Wirtschaftswissenschaften menschliches Verhalten im sozialen und ökonomischen
Kontext zu erklären. Mit Hilfe bildgebender Verfahren ist es bereits gelungen,
spannende Einblicke in das Gehirn während sozialer und ökonomischer Prozesse zu
erhalten. Wieso sind Menschen z.B. unter Inkaufnahme eigener Kosten bereit,
andere Menschen für ihr nicht-kooperatives Verhalten zu bestrafen? Welchen
Einfluss haben Hormone auf Entscheidungen? Eine Darstellung dieser und anderer
Studien soll dieses neue Forschungsfeld präsentieren.
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Aus der
Universitäts-Augenklinik Bonn
Hörsaal V
10.15 Uhr
Dr. Monika
Fleckenstein (Augenheilkunde)
Therapiemöglichkeiten
der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) – Wie kann Patienten mit Netzhauterkrankungen
geholfen werden?
Die altersabhängige
Makuladegeneration (AMD) stellt in Industrieländern die häufigste Ursache für
einen Verlust der zentralen Sehschärfe im Alter dar. In Deutschland sind nach
Schätzungen der AMD Alliance
International ca. 4,5 Millionen Menschen betroffen. Im Frühstadium der AMD wird
empfohlen,
Nahrungsergänzungs-Präparate
einzunehmen, im ein Fortschreiten in die Spätstadien zu verlangsamen bzw. zu
verhindern. Die „feuchte“ Spätform zeichnet sich durch die Aussprossungundichter Gefäße aus;
diese Form der AMD kann erfolgreich mit der Injektion von Medikamenten ins Auge
behandelt werden, so dass das Sehvermögen erhalten oder auch verbessert werden
kann. Für die
„trockene“ Spätform, bei der es zum Untergang ganzer Zellschichten kommt, wird
derzeit in klinischen Studien nach wirksamen Medikamenten gesucht. Neben der
AMD existieren andere Erkrankungen
der Netzhaut, die viel seltener und z.T. erblich sind, wie z.B. die Retinitis
pigmentosa oder Pseudoxanthoma elasticum (PXE). Im neu-gegründeten ‚Zentrum Seltener
Erkrankungen‘ der Universitäts-Augenklinik Bonn (ZSEB) können Patienten mit
diesen Erkrankungen betreut und – falls möglich – behandelt werden.
11.15 Uhr
Dr. Chistian K.
Brinkmann (Augenheilkunde)
„Grüner Star“ – Wie
kann der schleichende Verlust
des Gesichtsfeldes
erfolgreich aufgehalten werden?
Als „grünen Star“
oder „Glaukom“ bezeichnet man eine Augenkrankheit, bei der es zur Schädigung
der Fasern des Sehnervens kommt. Dies führt zur Minderung der Sehkraft,
Einengung des Gesichtsfeldes – in schweren Fällen sogar bis zur Erblindung. Die
Erkrankung ist besonders tückisch, da sie meistens ohne Schmerzen und unbemerkt
verläuft. Oft wird sie zu spät erkannt. Ursachen für dieses Augenleiden können
z.B. erhöhter Augeninnendruck durch Überproduktion von innerem Augenwasser oder
ein zu enger Aufbau des Auges sein. Vorsorgeuntersuchungen, Tropfentherapie und
hochmoderne mikrochirurgische Operations- und Lasertechniken ermöglichen eine erfolgreiche
Behandlung des „grünen Stars“ bis ins hohe Alter.
12.15 Uhr
Dr. Tim U. Krohne
(Augenheilkunde)
Laser in der
Augenheilkunde – Hochauflösende
Untersuchungen und
präzise Operationen mit Licht
In kaum einem anderen
Gebiet der Medizin wird die Lasertechnologie so intensiv und vielfältig
eingesetzt wie in der Augenheilkunde. Die Anwendungsgebiete erstrecken sich
dabei von bildgebenden Untersuchungsverfahren bis hin zur Behandlung
verschiedener Augenerkrankungen. An Beispielen aus der klinischen Praxis werden
sowohl etablierte Laserverfahren als auch aktuelle Neuentwicklungen vorgestellt
und erläutert.
13.15 Uhr
Prof. Dr. Frank G.
Holz (Augenheilkunde)
Wie erhält man gutes
Sehen? – Von den Anfängen des „Starstechens“ bis zur modernen minimalinvasiven Mikrochirurgie
am Auge
Von den Anfängen des
Starstechens bei „grauem Star“ wurden auf Grundlage wissenschaftlicher
Erkenntnisse bis heute vielfältige neue mikrochirurgisch e Verfahren für
verschiedenste Augenerkrankungen entwickelt. Damit können potentiell zu
schwerem Sehverlust führende Erkrankungen
der Hornhaut, der Augenlinse und der lichtempfindlichen Netzhaut behandelt
werden. Die aktuellen Verfahren werden anhand von konkreten Beispielen, auch
mit Operationsvideos,
dargestellt.
14.15 Uhr
Dr. Thomas Lischka
(Augenheilkunde)
Schielen bei Kindern
– Früherkennung und Therapie
Mehr als 90% der
Seheindrücke, die ein Kind für seine normale Entwicklung braucht, erreichen das
Gehirn über die Augen. Werden Sehstörungen im Kindesalter nicht frühzeitig erkannt,
verstreicht wertvolle Zeit für eine ungestörte Entwicklung der Sinne. Sie kann
später nicht mehr nachgeholt
werden. Ein Besuch
bei Augenarzt und Orthoptistin schafft Klarheit.
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Aus der Klinik für
Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Hörsaal XII
10.15 Uhr
Dr. Marcel Kaminski
(Allgemein-,
Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie)
Pioniere und
Meilensteine in der Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Die Sicherheit und
Routiniertheit, mit der heutzutage Operationen der Allgemein-, Thorax- und
Gefäßchirurgie durchgeführt werden, bedurften der Pionierleistung von einzelnen
Chirurgen. Deren Verdienst war es, Operationen zur Behandlung von chirurgischen
Erkrankungen aus der Notwendigkeit, chirurgisch Kranken eine bessere Lebensqualität
zu geben bzw. deren Leben zu retten, erfunden und deren Wirksamkeit und
Sicherheit durch Nachuntersuchungen kontrolliert zu haben, sodass diese
Operationen sich im klinischen Alltag durchsetzten. Die wichtigsten Pionierleistungen
aus der Allgemeinchirurgie werden in diesem Vortrag präsentiert und deren
Bedeutung für die aktuelle Chirurgie hervorgehoben. Die Betrachtung dieser
Facette der Chirurgie ist lehrreich und kann motivierend für Jungmediziner
sein.
11.15 Uhr
Priv.-Doz. Dr. med.
Steffen Manekeller (Chirurgie)
Neue Methoden zur
Behandlung von Metastasen in der Leber
Der häufigste
Metastasierungsort von Karzinomen des Dickdarms und Mastdarms ist die Leber.
Hier haben sich die Therapiekonzepte in den letzten Jahren grundlegend geändert
und es ist heute möglich, auch Patienten mit mehreren Metastasen erfolgreich
operativ oder lokal interventionell zu
behandeln. Der
Vortrag gibt einen allgemeinen Überblick über neueTherapiekonzepte.
12.15 Uhr
Priv.-Doz.Dr. med.
Jens Standop (Chirurgie)
Bei welchen Erkrankungen
der
Bauchspeicheldrüse
hilft die Chirurgie?
Welfenprinz Ernst
August von Hannover, Steve Jobs oder Patrick Swayze litten unter Erkrankungen
der Bauchspeicheldrüse. Übrigens auch der berühmteste Sohn unserer Stadt,
Ludwig van Beethoven. Allerdings waren die Krankheitsbilder von ganz
unterschiedlicher Natur. Entsprechend vielschichtig und individuell sind die
chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten. In dem Vortrag sollen Erkrankungen der
Bauchspeicheldrüse, von der Entzündung bis zum äußerst aggressiven Krebs, im
Kontext der chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten dargestellt werden.
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14.15 Uhr, Festsaal
Prof. Dr. Ralf
Forsbach, Prof. Dr. Heinz Schott
Die 68er und die
Medizin
Buchpräsentation und
Zeitzeugengespräch
Die 68er
Studentenbewegung ist bislang fast immer in ihrer Gesamtheit betrachtet worden,
im Vordergrund standen die Philosophischen Fakultäten. Wie aber verlief die Rebellion
an den Medizinischen Fakultäten und welche Folgen hatte sie? Diese Frage
untersucht der Historiker
Ralf Forsbach, unter
anderem mit Blick auf ein gewandeltes Arzt-Patienten-Verhältnis, einen
veränderten Umgang mit Sexualität sowie auf den Konsum harter Drogen. Das
Gehabe eines „Halbgottes in Weiß“ lehnten die jungen Medizinkritiker ab; die
Psychiatrie suchten sie zu reformieren. Die konkreten Bemühungen um
Veränderungen gingen einher mit einer neuartigen Kritik an der Medizin in der
NS-Zeit und deren Protagonisten, die teilweise noch immer in Amt und Würden
waren. Auch die Auswüchse der
Reformbewegung werden in den Blick genommen, so das „ Sozialistische
Patientenkollektiv“ mit seinen Verbindungen zur späteren R.A.F. – Der Autor wird
das Buch vorstellen und ein Zeitzeugengespräch mit dem Direktor des Bonner
Medizinhistorischen Instituts Prof. Dr. Heinz Schott führen.
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Aus der Klinik und
Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Hörsaal XII
13.15 Uhr
Dr. Moritz Deml
Die Geschichte,
Gegenwart und Zukunft der Wirbelsäulenchirurgie
Überblick über die
Entwicklung der Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden
von der Antike übers Mittelalter bis heute. Aktuelle Behandlungskonzepte bei
speziellen Rückenerkrankungen mit Schwerpunkt auf der operativen Therapie.
14.15 Uhr
Prof. Dr. Burger
(Unfall- und Handchirurgie)
Neue Methoden in der
modernen Handchirurgie
Früher mussten Verletzungen
an der Hand mit langen Ruhigstellungen im Gips behandelt werden. Dadurch kam es
bei den komplexen Strukturen der menschlichen Hand zu Einsteifungen der
Gelenke, die oft dauerhaft waren und zu erheblichen Gebrauchseinschränkungen
führten. Moderne funktionelle Verbände und Operationsmethoden, teilweise „durch
das Schlüsselloch“, erlauben den sofortigen Gebrauch des wichtigsten
Bewegungsorgans. Z.B. wurde beim häufigen Bruch des Kahnbeins früher der ganze
Arm für 3 Monate eingegipst. Heute platzieren wir durch einen Minischnitt eine
Schraube aus Titan in einem 15-minütigen Eingriff. Das Spektrum der
Handchirurgie an einem der modernsten Universitätskliniken Deutschlands wird
anschaulich aufgezeigt (einschließlich Bildmaterial
von Operationen).
15.15 Uhr
Dr. Matthias Manig
(Kinderorthopädie)
Physiologische
Beinachsen beim Kind, Achsfehler und Korrekturmöglichkeiten
Am wachsenden Skelett
ändern sich zwangsläufig Achsen und Proportionen der Gliedmaßen. Normales
Wachstum, krankhafte Veränderungen sowie Indikationen und Möglichkeiten zur
Korrektur werden dargestellt.
16.15 Uhr
Prof. Dr. Dieter
Christian Wirtz (Klinikdirektor)
Der künstliche Knie-
und Hüftgelenkersatz: Wann ist welche Prothese indiziert?
Hüft- und Kniegelenke
erfordern am häufigsten einen künstlichen Ersatz. Für diese beiden Gelenke
liegen auch die längsten und besten Erfahrungen vor. Ein Ersatz ist sinnvoll,
wenn Fehlbildung, Verschleiß oder Unfallfolge zur schmerzhaften Gebrauchseinschränkung
geführt haben. Die aktuellen Möglichkeiten für verschiedenste
Problemstellungen, inkl. Prothesenwechsel, werden vorgestellt.
17.15 Uhr
Dr. Philipp Fischer
Erfahrungsbericht
über einen Katastropheneinsatz
auf den Philippinen
im Oktober 2011
Es wird über einen
medizinischen Katastropheneinsatz auf den Philipinen berichtet. Anfang Oktober
trafen zwei Taifune der Kategorie 5 die Philipinen und zerstörten große Teile
der Infrastruktur. 3,2 Mio Menschen waren von den Wassermassen betroffen.
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