Textproduktion

Beschreibung
Course Level according to the "Common European Framework of Reference for Languages" (CEF) of the Council of Europe: C1

Bitte klicken sie auf die Kurslevel (A1, A2, B1, B2, C1, C2) für eine Beschreibung der Anforderungen.
Lernziele

Der Spracherwerb im Bereich der Textproduktion soll nicht isoliert, sondern als Zusammenspiel von Textrezeption und Textproduktion gesehen werden. Die Lerner und Lernerinnen sollen befähigt werden, auch abstrakte und komplexe Texte verschiedenster Art (s.u.) zu verstehen und stilistisch angemessen selber zu produzieren. Erlernt werden sollen die strukturierte Darstellung komplizierter Sachverhalte sowie die schriftliche Zusammenfassung und das Besprechen von Fachtexten und literarischen Werken.
Der Wortschatz der Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen soll durch systematische Erarbeitung eines differenzierten, themenspezifischen Vokabulars erweitert werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Vermittlung und Einübung von Stil- und Ausdrucksmitteln, mit denen sich ein Text in seiner Gedankenführung gliedern lässt und mit denen der Verfasser seine Ausdrucksintentionen deutlich machen kann. Hierzu ist die Vermittlung des Vokabulars und der Idiomatik zur Analyse, Interpretation und Komposition von Texten genauso von Bedeutung wie die Bewusstmachung bestimmter textsortenspezifischer Strukturen.

Der für die Textrezeption bzw. -produktion erforderliche Wortschatz wird mit den Kursteilnehmern und -teilnehmerinnen durch Textvorgaben (Zeitungsartikel, literarische Vorlagen, wissenschaftliche Texte) erarbeitet. Im Hinblick auf die Textproduktion ist es erforderlich, den themenspezifischen Wortschatz zu erfassen, zu ordnen (z.B. bei der Lektüre im Unterricht durch entsprechenden Tafelanschrieb, bei der häuslichen Vor- und Nachbereitung durch entsprechende Aufgabenstellung) und einzuüben. Dabei sollen die Lernerinnen und Lerner eine nach Sachgebieten geordnete Wortschatzsammlung anlegen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen schreiben können mit der Intention des Beschreibens, Informierens, des Erklärens und Bewertens, des Argumentierens und Gestaltens.Sie sollen dabei mit Bezug auf vorher vorgestellte fabrizierte, adaptierte, authentische, fiktionale oder nicht-fiktionale Texte, Bildvorlagen u. ä. durch Anwendung von Arbeitstechniken wir Resümieren, Referieren, Zitieren, Anfertigen von Stichwortzetteln und Benutzung von Nachschlagewerken eigene Texte angemessenen Niveaus und Stils produzieren können.


Lerninhalte

a) Beschreiben und Informieren

Die Paraphrase
Hier sollen die Teilnehmer, eher reproduktiv, den gesamten Inhalt eines gehörten oder gelesenen Textes wiedergeben, vergleichbar der DSH.

Das Resümee
Die Kursteilnehmer sollen unter Beachtung der logischen Abfolge und Verknüpfung ohne Kommentierung oder Wertung die Hauptgedanken oder wichtigsten Fakten eines Textes wiedergeben.

Die gegliederte Inhaltsangabe
Hier sollen auch Aussagen zu Textaufbau und -struktur gemacht werden.

Das Referat
Hier soll die geschlossene Form der Textproduktion mit Einleitung, Hauptteil und Schluss gelernt werden. Deshalb sind hier der Gebrauch elementarer Einleitungs- und Schlussformeln sowie Gliederungs-- und Verknüpfungsmittel notwendig.


b) Erklären

- textchronologisch: Die Lerner beschreiben, erläutern und interpretieren einen Text gleichzeitig Satz für Satz. (bei komplexen Texten)
- systematische Interpretation eines Textes, eventuell mit Leitfragen


c) Bewerten und Argumentieren

Zu einem Text sollen die Kursteilnehmer wertend Stellung nehmen, eigene Meinungen, Wertungen und Ansichten argumentierend anbringen. Sie sollen sowohl relativ freie Formen (z. B. Essay) erlernen, als auch die streng strukturierte Form des dialektischen Aufsatzes. (Sammeln von Sachinformationen, planmäßiges Anordnen von Argumenten, Einplanung möglicher Gegenargumente und deren Widerlegung etc.)


d) Stark gelenkte Textproduktion

durch Reduktion von manipulierten Texten oder Textgerüsten.


e) Kreativer, experimentell spielerischer Umgang mit TextenDie Kursteilnehmer schreiben:
  • Gedichte
  • eigene Geschichten anhand von Wortvorlagen
  • eigene Geschichten anhand von Bildvorlagen
  • eigene Geschichten anhand von Bildergeschichten
  • Geschichten zu Ende (Schluss muss begründet werden!)
  • Dialoge, kurze „Dramen“ anhand von Prosavorlagen (z. B. Märchen)
  • eigene Zeitungsartikel nach dem Vorbild aktueller Artikel aus der deutschen Presse
  • Paralleltexte zu literarischen Vorlagen (z. B. Peter Bichsel: die Tochter/Rudolf Otto Riemer: Zeitsätze)
  • Briefe (z.B. als Form eines fiktiven Textes - "Briefroman" - oder zum Zweck einer Bewerbung, eines Erlebnisberichts etc.)


Methodik

Die wesentlichen Aktionsformen sind die mündliche Textdarbietung durch die Lehrkraft, die Darbietung durch Kursteilnehmer sowie das offene Unterrichtsgespräch. Die Sozialformen umfassen die gesamte Reichweite von der Arbeit im Kursverband bis zur Einzelarbeit. Hinzu kommt Projektunterricht, der von den Teilnehmern entweder einzeln oder im Team Arbeiten in den Bereichen Recherche, Projektorganisation erfordern. Neben entsprechenden Textkonvoluten werden als Medien im Unterricht die Tafel, der Tageslichtprojektor und der Kassettenrekorder eingesetzt.



Lernerfolgskontrolle

Die Kontrolle über den Lernerfolg der Kursteilnehmer erfolgt durch schriftliche Tests der im Unterricht geübten Formen der Textproduktion, in Form von Zwischentests und einem Abschlusstest. In die Gesamtbeurteilung am Ende des Semesters fließt auch die "Sonstige Mitarbeit" mit ein, d. h. die regelmäßige Erledigung von Hausarbeiten, Referaten und die mündliche Mitarbeit. Hier werden die sprachliche Qualität und die Kontinuität der Mitarbeit bewertet.

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